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 Das Lipödem ist eine voranschreitende Erkrankung, die fast nur Frauen betrifft.

  

Sie äußert sich durch eine symmetrische Ansammlung von Fettgewebe an den Hüften, den Beinen, je nach Stadium der Krankheit bis zu den Knöcheln, und oft auch der Arme, während der restliche Körper ein normales Körperbild aufweist.

 

Was genau das Lipödem verursacht ist noch nicht zur Gänze erforscht. Mediziner gehen aber von einer genetischen Veranlagung, sowie hormonellen Ursachen aus, da die Krankheit erst nach der Pubertät, nach einer Schwangerschaft, im Wechsel beginnt, oder sogar nach gynäkologischen eingriffen wie z.B. Entfernung der Gebärmutter etc.

 

Ein Lipödem können übergewichtige, aber genauso auch schlanke, sogar sehr dünne Frauen bekommen. Leider gibt es keine Garantie dafür, nie ein Lipödem zu bekommen, nur weil bis jetzt niemand in der Familie darunter leidet. Trotzdem kommt es oft zu einer Häufigkeit der Krankheit, innerhalb von Familien.

 

Doch egal wen es trifft, diese Krankheit wirkt sich – wie die meisten Krankheiten - körperlich und psychisch negativ aus. Viele Betroffene die sowieso schon unter ihrem veränderten Aussehen, den Schmerzen etc. leiden und auf Dinge verzichten, die für Andere ganz normal sind, wie z.B. ein Schwimmbadbesuch, werden dann auch noch von der Gesellschaft stigmatisiert. Personen die keine Ahnung haben und teilweise leider sogar Ärzte, die helfen sollen stellen sie als faul und fresssüchtig hin und raten ahnungslos zu Diät und Sport. Das kann zum sozialen Rückzug und sogar zu Depressionen führen. Schmerzen, Spannungsgefühle, Hämatome, in fortgeschrittenen Stadien auch Einschränkung der Bewegungsfreiheit, sowie Gelenkprobleme und Fehlstellungen durch die Belastung sind nur einige der Probleme, die an Lipödem leidende durchmachen.  

 

Was passiert im Körper, wenn jemand an einem Lipödem leidet?

 

Laienhaft erklärt kann man sagen, dass sich die Zellen des Fettgewebes vermehren und sich auch immer mehr Lymphe (Körperflüssigkeit) bilden. Das Lymphsystem ist von dieser Menge überfordert, dadurch lagert sich im Bindegewebe zu viel Wasser an und in diesem „Lymphstau“, bilden sich auch wiederum noch mehr Fettzellen. All dies führt zu starken Spannungen und Schmerzen in der Haut, selbst bei geringer Druckbelastung. Blaue Flecken bilden sich schon nach leichten Stößen. Im fortgeschrittenen Stadium fühlt sich die Haut oft kühl an und wird im Allgemeinen schlecht durchblutet. Des Weiteren bilden sich - je nach Stadium – Orangen-, oder die sogenannte Matratzenhaut (mit noch größeren Dellen) und sogar großflächige Fettlappen, die das Gehen ziemlich erschweren können.

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Zunächst kann es in der Tat schwierig sein das Lipödem, gerade im frühen Stadium, als solches zu erkennen und Ärzte denken dann oft eher an Adipositas. Adipositas allein verursacht aber keine Gewebeschmerzen. Außerdem kann ein unter Lipödem Leidender, trotz strikter Diäten und genügend Sport, keine Besserung erreichen. Wie eingangs erwähnt, ist ein Lipödem auch gut daran zu erkennen, dass sich das Fett im Verlauf der Krankheit symmetrisch ausbildet und die Körpermitte, Hände und Füße ausspart.

 

Im Internet finden sich einige seriöse Seiten, Beispielsweise von Vereinen, Selbsthilfegruppen, oder spezialisierten Ärztezentren etc., die unter anderem, ausführlich erklären wie man einen Selbsttest durchführen kann, wenn man glaubt unter einem Lipödem zu leiden. Wenn sich der Verdacht nach einem solchen Selbsttest erhärten sollte, ist es natürlich sehr wichtig zu einem geeigneten Arzt, beispielsweise einem Phlebologen (Venenspezialist), oder Lymphologen (Spezialist für Erkrankungen des Lymphsystems) zu gehen. Natürlich kann man sich auch zuerst einmal an seinen Hausarzt wenden und um Rat fragen. Durch verschiedene Untersuchungen und auch durch technische bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT, MRT) kann der Arzt bestätigen, oder ausschließen, dass man tatsächlich an einem Lipödem leidet und so die geeignete Therapie vorschlagen.

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Um das Lipödem unter Kontrolle zu bringen empfehlen Ärzte üblicherweise konservative Therapien wie z.B. manuelle Lymphdrainage und Kompressionsstrümpfe. Lymphdrainage ist mit einer sanften Massage vergleichbar, deren Ziel es ist, die angestaute Flüssigkeit aus dem Gewebe zu lösen indem der Lymphabfluss angeregt wird. Wassersport hat einen ähnlichen Effekt wie eine Lymphdrainage und kann deswegen sehr hilfreich sein, gerade weil dabei die Gelenke nicht zu stark belastet werden.

 

Diese Behandlungen müssen jedoch konsequent und lebenslang durchgeführt werden, da sich die Symptome sonst wieder verstärken. Greifen diese Maßnahmen nicht, ist eine lymphschonende Liposuktion (Fettabsaugung) eine Operation die oft Abhilfe verschafft.  

 

Wenn man sich für solch einen Eingriff interessiert, ist es natürlich sehr wichtig sich genaue und ausreichende Informationen darüber zu beschaffen und auch die Meinung – mindestens - eines zweiten dafür spezialisierten Arztes einzuholen. Wer sich dann wirklich für diesen Eingriff entscheidet, sollte aber natürlich auch unbedingt einen Arzt wählen, der speziell dafür ausgebildet ist. Eine Fettabsaugung bei Lipödem ist nämlich aufwendiger und es besteht das Risiko, dass Nerven und Gefäße geschädigt werden könnten. Allerdings zeigen Studien, dass sich der Eingriff auf lange Zeit lohnen kann, wenn er fachgerecht durchgeführt wird.  

 

Ärzte empfehlen zur Unterstützung der jeweiligen Behandlung, eine gesunde Kost und regelmäßige Bewegung und falls zusätzlich Adipositas besteht, eine Reduzierung des Übergewichts, soweit möglich. Auch wenn dies leider nicht als alleinige Maßnahme reicht, trägt eine solche Lebensweise, generell zu einer besseren Gesundheit und mehr Selbstbewusstsein bei und kann auch helfen die Ergebnisse einer Liposuktion zu erhalten.  

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Ärztliche Beratung und Begleitung ist auf jeden Fall sehr wichtig, wenn man davon betroffen ist. Mindestens genauso wichtig ist Konsequenz und Geduld und eine positive Einstellung, auch wenn dies oft viel Kraft von den Betroffenen erfordert. Eine große Unterstützung sind natürlich nahestehende Menschen die einem zuhören, unterstützen und Mut machen. Doch selbst wenn Familie und Freunde hinter einem stehen, kann es sehr ermutigend und hilfreich sein, sich mit ebenfalls Betroffenen auszutauschen. Gute Tipps und wichtige Informationen kann man immer brauchen, aber noch mehr, wenn die Diagnose erst gestellt wurde und man sich vielleicht überfordert fühlt.

 

 

Hier ein paar Links zu Seiten die eine Fülle an Informationen und Kontaktdaten von Selbsthilfegruppen bieten:

 

Österreich:  https://chronischkrank.at/verein/unsere-selbsthilfegruppen/lipoedem/

Deutschland: http://www.lipoedemportal.de/lipoedem-selbsthilfegruppen-kontaktdaten-termine.htm

Schweiz: https://www.lipoedem-schweiz.ch/

 

 

 

 

Disclaimer: Ein gesundheitlicher Beitrag aus persönlicher Sicht und Erfahrung, ersetzt keineswegs eine eingehende ärztliche Untersuchung! Bei gesundheitlichen Beschwerden und Fragen, wende dich auf jedem Fall an einen Arzt. 

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