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Stell dir folgendes vor:

 

In einem Topf kochendem Wasser, hast du eine harte Kartoffel und ein zerbrechliches Ei.

Stell dir vor das kochende Wasser, ist eine furchtbare Situation die gleichermaßen auf die Kartoffel und das Ei einwirkt.

Im Topf herrschen die gleichen Umstände, sowohl für die Kartoffel, als auch für das Ei.

 

Jetzt kommt der Unterschied. Die harte Kartoffel wird weichgekocht, kann also mit diesen Umständen nicht umgehen. Das zerbrechliche Ei wiederum, wird fest in dieser heißen „Situation“.

Was bist du? Das Ei das härter wird unter den Umständen die es erlebt, oder die Kartoffel die weichgekocht wird? Oder anderes gefragt; was oder wie würdest du lieber sein?

 

Jemand der unter Problemen zu Grunde geht und sich fertigmachen lässt, oder jemand der lernt mit neuen Situationen umzugehen und Schwierigkeiten als Herausforderung ansieht.

Vor einigen Jahren war ich für einen langen Zeitraum in so einer - mit dem Topf voll kochendem Wasser - vergleichbaren Situation, in der ich am eigenen Leib, Mobbing vom Feinsten erfahren konnte. Schon in der ersten Woche wurde ich zum Beispiel direkt gefragt, ob man mir das Leben schwermachen solle… Informationen die ich für meine Arbeit benötigte wurden mir vorenthalten und auch immer wieder angerempelt zu werden, war sehr unangenehm. Zuvor konnte ich mir kaum vorstellen, dass es so etwas gibt. Ich will jetzt gar nicht weiter darauf eingehen, nur so viel dazu sagen, dass es für mich zeitweise unvorstellbar war überhaupt noch einen Tag dort arbeiten zu gehen. Aus finanziellen und privaten Gründen war es mir aber nicht möglich, sofort meine Arbeitsstätte zu wechseln oder zu kündigen und die Situation schien im Moment aussichtslos.

 

Ich erinnere mich, aus dieser Zeit, an ein Telefonat mit meinem älteren Bruder, der für mich wie ein Mentor ist. Um es kurz zu machen, er sagte mir in diesem Gespräch, ich hätte zwei Optionen; erstens ich kündige, laufe weg und nehme gewissermaßen meine Probleme mit mir. Oder ich bleibe da und ändere etwas an mir und somit auch an der Situation.

Da ich es bis dahin, fast nur mit „normalen“ Menschen zu tun hatte, hielt ich es nie für nötig mir jemals Gedanken über so ein Thema zu machen. Von Persönlichkeitsentwicklung hatte ich nur gehört aber noch nicht gelernt mit schwierigen Menschen umzugehen, deswegen war es für mich ein riesiges Problem.

 

Die Lösung lag auf der Hand, ICH musste etwas tun und MICH verändern!

  1. Ich besuchte mehrere Rhetorik- und auch einen Schlagfertigkeitskurs
  2. las viele Bücher über Persönlichkeitsentwicklung
  3. und verschlang Hörbücher über Schlagfertigkeit auf dem Weg ins Büro
  4. Nahm an verschiedenen Seminaren teil, die mein Auftreten und mein Selbstbewusstsein verbesserten

 

Mit der Zeit bemerkte ich immer mehr positive Veränderungen an mir. Es ist verständlich, dass man, wenn einem jemand gerade vor anderen (Kollegen) absichtlich angreift und niedermachen will, emotional reagiert und sofort Verbal zurückzuschlagen möchte. Aber es ist nicht gerade weise, denn wenn du es falsch anstellst, wirst du dich selbst noch mehr demütigen. Meine Lösung war, als mich diese Person wieder angreifen wollte, dass ich mich mit Humor vor den anderen Kollegen, über genau diesen Mobber, einen Spaß erlaubte.

Solche Personen verstehen dann die Welt nicht mehr, weil sie sich eine andere Reaktion erwarten und sie können mit so einem „Gegenschlag“ nicht umgehen. Alle Kollegen haben gelacht, das war dann demütigend für ihn. Dieser Kollege hat es dann natürlich noch einmal versucht, doch ich konnte die Situation wieder so nutzen, dass es schlussendlich für ihn peinlich wurde. Ich hatte seine Schwachstelle herausgefunden und seine Angriffe abgewehrt und mit der Zeit stieg mein Selbstbewusstsein.

Es gehört natürlich etwas Mut dazu, aber, wenn man es nicht probiert, hat man schon verloren. Außerdem sollte man nie meinen „Das bringt nix, ich hab’s eh schon mal probiert“. Probiere es wieder und wieder, bis eine Technik funktioniert.

 

Ich will dir das Ende dieser Geschichte nicht vorenthalten; wir sind zwar keine Freunde geworden, aber nach längerer Zeit, habe ich mich mit dieser Person trotzdem gut verstanden und wir konnten dann normal miteinander sprechen und sogar zusammen lachen. So eine Situation, die ich zum positiven ändern konnte, hatte ich bis jetzt zwei Mal in meinem Leben und jedes Mal habe ich etwas dazugelernt.

Konfliktsituationen sind nervenraubend und es gibt keine echten Gewinner. Mit Härte kommt man nicht weiter, im Gegensatz zur Menschlichkeit. Denn wenn du deine eigene Position festigst, führt es nur zu verstärktem Gegendruck der anderen Seite. Dir musst bewusst sein, dass du es nicht mit einer „normalen“ Person zu tun hast, wenn es um Mobbing geht. Du kennst die Vergangenheit und die Gründe, von so jemanden nicht. Erst später habe ich zu Beispiel erfahren was schiefgelaufen ist, im Leben dieser, eigentlich, traurigen Menschen.

 

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"Der Anfang vom Ende

Diese sehr belastende Situation damals, hatte auch ihr Gutes, denn sie war für mich der Startschuss meine Persönlichkeitsentwicklung, bewusst voran zu treiben.

Früher habe ich gesagt, dass das Problem bei dem anderen liegt, „der verhaltet sich nicht richtig. Ich bin der Gute, ich bin das Opfer“.

Du darfst aber auf keinen Fall Gefallen an der Opferrolle finden, bleib weiterhin der/die „Gute“ aber sehe dich nicht als Opfer. Bemühe dich nicht jede (vermeintliche) Beleidigung, zu nah an dich heranzulassen und dich davon in deinem Selbstwert getroffen zu fühlen.

Hin und wieder passiert es mir, dass ich, wenn ich auf schwierige Kollegen oder Menschen in der Öffentlichkeit stoße, wieder in diese negative Denkweise verfalle. Danach betrachte ich die Situation objektiv und werde mir bewusst, dass es einfach solche traurigen aber auch kranken Gestalten auf der Welt gibt die vermutlich kein leichtes Leben hatten, oder haben.

 

Kennst du zufällig die Geschichte von Viktor Frankl?

„TROTZDEM JA ZUM LEBEN SAGEN“

Viktor Emil Frankl entstammte einer jüdischen  Beamtenfamilie. Er studierte Medizin, wobei sich Depressionen  und Suizidprävention zu seinen Schwerpunktthemen entwickelten.

Er arbeitete als Oberarzt im Psychiatrischen Krankenhaus in Wien , danach übernahm er die Leitung der neurologischen Abteilung des Rothschild-Spitals , des einzigen Krankenhauses, in dem in Wien noch jüdische Patienten behandelt wurden. Im Ausland war man schon längst auf ihn aufmerksam geworden, und so erhielt er 1941 die Aufforderung, zur Ausstellung eines Visums im US-Konsulat in Wien, zu erscheinen.

Er zog es aber vor, seine Eltern nicht allein zu lassen, und verzichtete auf das Visum. Als Juden wurden er, seine Frau und seine Eltern 1942 ins Ghetto Theresienstadt  deportiert. Sein Vater starb dort, seine Mutter wurde in der Gaskammer von Auschwitz  ermordet, ebenso sein Bruder, seine Frau starb im KZ. Frankl selbst wurde ebenfalls nach Auschwitz gebracht. 1945 wurde er dann von der US-Armee befreit.

Seine Eindrücke und Erfahrungen in den Konzentrationslagern , verarbeitete er in seinem Buch „Trotzdem Ja zum Leben sagen “. Schon kurz nach Ende des Krieges vertrat er die Ansicht, dass vor allem Versöhnung einen sinnvollen Ausweg aus den Katastrophen des Weltkrieges und des Holocaust  weisen könne.

Viktor Frankl erhielt den Professorentitel für Neurologie  und Psychiatrie  an der Universität Wien und führte Gastreden in der USA  wie z.B. auf der Harvard University . Er galt als einer der größten Fachleute auf seinem Gebiet. Frankl verfasste 32 Bücher und erhielt weltweit 29 Ehrendoktorate . Mit 67 Jahren machte er auch noch den Pilotenschein.

Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Frankl

 

 

Dieser Mann musste nicht nur selbst Furchtbares durchstehen, sondern verlor auf grausame Art seine ganze Familie. Man würde jemand, der so viel erlebt hat, sofort verstehen, wenn er einen psychischen Schaden davongetragen hätte und nur noch Hass verspüren würde. Aber egal was äußerlich auch passiert ist, in seinem Kopf, in seinen Gedanken hat er sich selber therapiert und diesen Leuten vergeben. So war es ihm möglich auch nach diesen schrecklichen Erlebnissen, ein erfolgreiches Leben weiterzuführen.

Und jetzt werde ich dir etwas sagen was uns Menschen maßgeblich unterscheidet; Wir haben die Möglichkeit zu entscheiden wie wir auf Einflüsse in unserem Leben reagieren. Wen bestrafst du damit, wenn du Groll gegenüber jemanden hast, ihn oder sie? Nur Dich selbst! Du findest keine Ruhe, während der/die Andere vermutlich gar nicht mehr an das Geschehene denkt.

Für mich war es eine der schwierigsten Sachen die ich je gemacht habe…….so einer Person von der ich Mobbing erfahren habe, innerlich zu vergeben. Du wirst verstehen, dass es mir über Jahre hinweg nicht möglich war. Aber durch meine persönliche Erfahrung, kann ich sagen, dass durch diesen Schritt, also durch Vergebung, etwas sehr Schönes passiert; du lässt diese negativen Erlebnisse und die Gedanken dazu los und löscht dieses ungute Gefühl in dir. Verzeihen ist die Tür zu inneren Frieden und ist wichtig für unser seelisches Wohlbefinden.

 

Viele Menschen beschäftigen sich gar nicht mit Persönlichkeitsweiterentwicklung. „Habe ich nicht nötig“ denken sie, aber lassen sich, ohne dass sie es merken, von anderen Menschen formen. Du hast die Möglichkeit, es in deinem Leben anders, ja sogar besser zu machen.

 

Geh deinen Weg, aber mit einem Lächeln im Gesicht.
  

Uschrift

  

 

 

 

 

 

 

Kommentare zu Mobbing abwehren - Was dich nicht umbringt, macht dich stärker

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